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Evangelische Stadtkirche Neuenstein

Im Laufe der Jahrhunderte hat die Neuensteiner Kirche viele Veränderungen erfahren. Immer aber ist sie eine Stätte des Gottesdienstes, ein Ort der Sammlung und des Gebetes und ein Haus für die Feier bedeutender Ereignisse im Leben der Neuensteiner Bürger gewesen. In ihrer baulichen Schlichtheit und der künstlerischen Bedeutung ihrer Ausstattung ist sie zusammen mit dem Schloss ein weithin sichtbares Wahrzeichen Neuensteins.

  • Gottesdienste finden sonntags um 10.00 Uhr in der Stadtkirche statt.

Weitere Termine und Infos finden Sie unter der Rubrik Aktuell.

Die Gottesdienste in der Johanneskirche in Eschelbach und in der Maria-Magdalena-Kirche in Kesselfeld finden in der Regel einmal im Monat um 11 Uhr statt. An den anderen Sonntagen sind die Gottesdienste in der Evang. Stadtkirche in Neuenstein.

Kirchenbesichtigungen können vermitteln:
Für die Johanneskirche in Eschelbach
Frau Leitz, 07942 2257
für die Maria-Magdalena-Kirche in Kesselfeld
Frau Betz, 07942 8005

Geschichte der evangelischen Stadtkirche

Anstelle der alten, der hl. Maria geweihten Kapelle, deren Reste noch in einem Gebäude südlich der Stadtkirche sichtbar sind, wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts die Stadtkirche im Stil der Spätgotik errichtet. Von dieser Kirche sind noch Reste im dreiseitig geschlossenen Chor mit seinem Netzrippengewölbe und im unteren Teil des Turmes erhalten. Das Kirchengebäude wurde mehrmals durch Umbauten den wechselnden Bedürfnissen des Gottesdienstes angepasst.

1609-1611 wurde das vorhandene Kirchenschiff abgebrochen. Unter der Leitung von Baumeister Georg Kern erhielt der Neubau seine heutige Ausdehnung. Bauherren waren Graf Wolfgang und dessen Sohn Kraft. Graf Kraft bestimmte die Kirche zur Grablege seines Hauses. Er war der erste Hohenlohe, der in der Gruft unter dem Chor beigesetzt wurde. Sieben Angehörige der Adelsfamilie fanden hier ihre letzte Ruhestätte. Der allgemeine Friedhof, der einst um die Kirche herum lag, wurde im 17. Jahrhundert vor die Stadt verlegt. Sicher waren die Pestseuchen, die im Dreißigjährigen Krieg auch in Neuenstein zahlreiche Opfer gefordert hatten, mit ein Anlass für die Neuanlage eines Friedhofes.

1699 wurde vor dem Haupteingang der Stadtkirche ein pavillonartiger Vorbau errichtet, das Epitaphium. Hier war ursprünglich das Kenotaph (leeres Grabmal) des letzten Grafen von Hohenlohe-Neuenstein, Wolfgang Julius, untergebracht. Dieser hatte sich in den Türkenkriegen als kaiserlicher General verdient gemacht, daher auch der Halbmond mit Stern auf dem Dach des Anbaus.

1885 brannte der Kirchturm bis auf dem Umgang nieder und wurde in seiner heutigen Form neu aufgebaut. Mit seiner Höhe von 50 Metern ist er ein prägender Punkt im Stadtbild. Von dort oben die Stadt zu betrachten lohnt den Aufstieg.

1967-69 wurde die Kirche innen und außen gründlich renoviert. Dabei wurden Kanzel, Decke, Taufstein, Grabplatten und Epitaphien restauriert. Bei den Arbeiten wurden auch spätmittelalterliche Fresken freigelegt.

Die Ausstattung der Kirche
Die spätbarocke Kanzel wird von einem Mose getragen, der die Gesetzestafeln in der Hand hält. Der Schalldeckel ist von einem auferstandenen Flammenchristus bekrönt, der die Schlange zertritt. Im Chorbereich und an der Außenwand der Kirche erinnern kunstvoll gestaltete Epitaphien, Gedenksteine und Porträts an bedeutende Pfarrer und Hofbeamte in Neuenstein. Die drei Chorfenster von W. D. Kohler - eingesetzt 1981-1984 - bilden den transparenten Hintergrund zum Gekreuzigten über dem Altar. Das linke Fenster zeigt Szenen aus dem Leben Jesu: Geburt, Taufe, Versuchung, Berufung des Zöllners, Hochzeit zu Kana, Sturmstillung, Segnung der Kinder, Gespräch mit der Samariterin, Heilung des Blinden und Auferweckung des Lazarus. Das mittlere Fenster wird beherrscht von dem wiederkommenden Christus auf dem Regenbogen, zu seinen Füßen das gläserne Meer mit den vier Evangelisten Matthäus (Mensch), Johannes (Adler), Markus (Löwe) und Lukas (Stier). Darunter erkennt man die sieben Engel mit dem Weckruf der Posaunen.

Motive auf dem rechten Fenster:
Jesu Einzug in Jerusalem, Abendmahl, Gethsemane, Verrat des Judas, Verleugnung des Petrus, Jesus vor Pilatus, Verspottung und Geißelung, Jesus trägt sein Kreuz, Abnahme vom Kreuz, die Frauen vor dem leeren Grab, Jesus zu Tisch, in Emmaus, Ausgießung des Heiligen Geistes. Das Kenotaph wurde 1977 nach sorgfältiger Restaurierung im Chor aufgebaut. Es zeigt wichtige Szenen aus dem Leben des Grafen Wolfgang Julius. Auf dem Kenotaph liegt ein Kreuz mit der Aufschrift "IN TE CONFIDENS MORIAR" (Dir vertrauend werde ich sterben). Diese Aufschrift gilt als Bekenntnis und Lebensmotto des Grafen und soll eine Ermutigung für kommende Generationen sein. In gleicher Weise erinnert die Vorbauinschrift "DISCE MORI" an die Vergänglichkeit alles Irdischen.

Friedrich Nagel
Quelle: Broschüre "Stadtkirche Neuenstein", Pfarrer Hesler, Dr. Taddey

Evangelisches Gemeindehaus

Die ev. Kirche Neuenstein hat ein eigenes Gemeindehaus. Das Gemeindehaus wird für kirchliche Zwecke wie Kinderkirche, Gebetskreise u.a. genutzt. Es kann aber auch für private Feiern wie Familienfeste, Hochzeiten und öffentliche Veranstaltungen angemietet werden. Im großen Saal finden 150 bis 200 Personen Platz, im kleinen Saal bis zu 60.

Daneben steht eine komplett ausgestattete Küche zur Verfügung. Zur Termin-absprache und für Infos zu den Mietpreisen nehmen Sie bitte Kontakt mit Stefan Gründler auf. Das behindertengerechte evangelische Gemeindehaus kann für Veranstaltungen angemietet werden.

Anschrift und Ansprechpartner:
Stefan Gründler
Hintere Straße 34
74632 Neuenstein
07942-2301
07942-941376
07942-944537
E-Mail schreiben

Aller-Welts-Lädele Neuenstein

Verkauf von Waren aus der 3. Welt

Im "Aller-Welts-Lädle" gibt es zu kaufen: Kaffee, Körbe, Kakao, Schmuck, Tee, Schälchen, Honig, Taschen, Schokolade, Tischtücher, Spielzeug ... und viel "Kleinkram". Außerdem werden Bananen aus Mittelamerika verkauft, die nicht über große Konzerne vertrieben werden und ökologisch verträglicher angebaut sind.Alle Waren stammen aus fairem Handel, der andere Maßstäbe setzt als der Weltmarkt; Die Produkte werden von Genossenschaften und Selbsthilfegruppen in den Entwicklungsländern bezogen, die dafür einen fairen Preis erhalten.

Das "Aller-Welts-Lädle" ist ein Projekt der Evangelischen Kirchengemeinde Neuenstein. Der Verkauf findet jeden Freitag von 14.30 Uhr bis 18.00 Uhr im Foyer des Ev. Gemeindehauses, Hintere Straße 34 durch ehrenamtliche Mitarbeiter/innen statt.

Kontakt
Freitag nachmittags im „Lädle“ oder bei Doris Anger, 07942 2932

Pfarramt I

Pfarrer Jochen Mayer
Bahnhofstraße 1
74632 Neuenstein
07942 940150
07942 941061

Pfarramt II

Pfarrer Ulrich Hägele
Sophienbergstraße 6
74632 Neuenstein
07942 940140
07942 940141