Das Gasthaus "Zur goldenen Sonne"

Bis ins 20. Jahrhundert haben Gastwirtschaften in Neuenstein eine wichtige wirtschaftliche und gesellschaftliche Funktion erfüllt. In der ersten Hälfte des 19. Jahhunderts gab es in der Stadt neun Schildwirtschaften, die Herberge, Speisen und Getränke anbieten durften. Sie boten der Bürgerschaft auch Räume für Veranstaltungen an.
Die Schildwirte gehörten zu den wohlhabenden Bürgern der Stadt und als Mitglieder des Gemeindegerichts und des Gemeinderats genossen viele ein besonderes Ansehen.
Das Gasthaus „Zur goldenen Sonne“ ist in Neuenstein eine „Neugründung“. 1786 erbaute Johann Caspar Nagel, Bäcker, Bürger und Gerichtsverwandter (Mitglied des Gemeindegerichts) das schöne, zweigeschossige Fachwerkhaus mit massivem Erdgeschoss und Mansardedach mit zwei Quergiebeln. Ein Jahr später erwarb er die Schildgerechtigkeit „Zur Sonne“.
Mit den anderen örtlichen Gastwirtschaften steht heute die goldene Sonne in der Tradition der jahrhunderte alten Gastlichkeit der Stadt Neuenstein.

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