Die Schloßstrasse und Hintere Gasse

Schon im späten Mittelalter war die „Vordere Gasse“ (heute Schlossstrasse)
die Hauptstraße des Städtchens Neuenstein. Von Südwesten kommend durchzog eine wichtige Landstraße als Vordere Gasse vom „Unteren Tor“ nördlich des „äußeren Schlosshofs“ (heute Schlossparkplatz) zu dem „Oberen Stadttor“ die Altstadt.
Mit der Hinteren Gasse schloss sie im Oval einen eng bebauten Bezirk aus winkligen Gässchen. In diesen beiden Hauptgassen reihten sich eng aneinandergebaut vor allem Gasthäuser und Bürger- und Beamtenhäuser.
Durch ihre hohen Fachwerkgiebel lassen sie auch heute noch die Straße enger erscheinen. Hier wohnten hohenlohische Beamtenfamilien, so die Textor, Enßlin (beide Goethes Vorfahren), von Jan, Hyso, Molitor, an die heute Inschriften an Wohnhäusern und Epitaphen in der Stadtkirche erinnern.
In den Nebengassen mischten sich Handwerkerhäuser, kleinbäuerliche Anwesen und Häuser der ärmeren Bewohner. An den  Häusern und Höfen ist heute noch sichtbar, dass im Ackerbürgerstädtchen Neuenstein die Bürgerschaft bis vor 100 Jahren auch landwirtschaftlichen Tätigkeiten nachging.

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